Fastenwoche - Tag 2 + 3

Das Auf und Ab des Fastens


Beim Fasten ist denke ich, der Weg das Ziel. Im Ansatz konnte ich das die letzten 2 Tage spüren. Man ruht in sich ist sehr fokussiert und fühlt sich stark, ja ist stolz den ganzen tollen Versuchungen die überall lauern zu widerstehen. Doch ich hatte die letzten 2 Tage auch immer mal wieder mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen.



Tag 2

Mittwoch morgen bin ich aufgestanden und war wirklich schlapp. So schlapp wie man sich fühlt wenn man krank ist. Es war, als hätte jemand alle Kraft aus meinem Körper gezogen. Ich wusste schon vorher, dass der 2. Fastentag der schwierigste sein würde. Es war dann wirklich gut, muss ich sagen, dass ich zur Uni musste und auch gut, dass es nur eine Vorlesung war. Dass ich mich aufraffen musste, sonst wäre ich wahrscheinlich einfach im Bett liegen geblieben. Aber der Kreislauf muss in Schwung kommen. Der Körper hat die Reserven, doch er muss eben erstmal lernen auf sie zurück zu greifen. Und das habe ich am Mittwoch zu spüren gelernt. Deshalb bin ich nach dieser Vorlesung gleich wieder zurück und habe mich für 1,5 Stündchen hingelegt. Und tatsächlich, danach, mittags ging es mir schon besser. Es war toll zu merken wie man frei vom Hunger ist. Ich habe natürlich gemerkt, dass ich schlapper war als sonst, auch noch den restlichen Nachmittag und Abend aber es war ok. Man weiß warum man sich so fühlt und kann darauf vertrauen, dass es wieder besser wird und, dass eigentlich alles ok ist und man sich keine Sorgen zu machen braucht. Mit diesem angenehmen Gedanken bin ich dann schlafen gegangen.

Tag 3

Donnerstag Morgen musste ich sehr früh aufstehen um zu meinem Praktikum zu fahren. Da die Fahrt 1,5 Stunden dauert begann der Tag für mich leider schon um 4:45 Uhr. Die Schlappheit des letzten Tages war weg - doch leider hatte ich nun mit einer neuen Hürde zu kämpfen: Mir war schlecht. Ich hatte den Abend vorher ein Glas heißen Sauerkrautsaft zu mir genommen, in dem Glauben meinen Stoffwechsel damit auf natürlichere Weise als mit dem Bittersalz ankurbeln zu können und wahrscheinlich hatte mir das auf den Magen geschlagen. Wenn ich jetzt also an Sauerkrautsaft denke,...naja ihr könnt es euch denken. Es kann aber auch sein, dass mein Organismus einfach übersäuert war. Oder mein Blutzuckerspiegel war schlichtweg zu niedrig. Ich wollte dann dem ganzen dadurch Abhilfe schaffen, dass ich einige Schlucke Buttermilch und einen Tee mit einem halben TL Honig zu mir nahm und natürlich viel Wasser trank. Und - oh Wunder, es half! Mittags nach dem Praktikum fühlte ich mich zum ersten Mal während der Fastenkur einfach normal. Frei von Hunger und Beschwerden hab ich mich toll gefühlt. Davon reden ja immer alle, wenn sie sagen beim Fasten hat man plötzlich mehr Energie. Es wäre toll diesen Blogpost mit so etwas positivem beenden zu können. Leider hatte ich dann spät abends den totalen Rückschlag und ich war kurz davor das Ganze abzubrechen weil ich mich so schlecht gefühlt habe. Von einem Moment auf den anderen habe ich, kurz bevor ich ins Bett wollte Kreislaufprobleme gekoppelt mit extremer Übelkeit und Herzrasen bekommen. Ich weiß nicht woran das lag, eventuell an dem Bittersalz, dass ich ein paar Stunden vorher zu mir genommen habe. Ich bin dann sofort ins Bett mit dem Gedanken, am Morgen zu entscheiden ob ich abbrechen muss oder nicht. 

Es ist mittlerweile dieser Morgen und mir geht es wieder gut. Wirklich gut. So wie gestern Mittag. Angeblich ist heute auch der Tag gekommen an dem sich in der Regel alle beim fasten viel besser fühlen. Die Feuertaufe habe ich aber erst später, denn ich muss jetzt gleich arbeiten gehen. Zwar nur für vier Stunden aber es ist körperlich sehr anstrengende Arbeit. Wir werden sehen. Wenn ich eins schon gelernt habe in dieser Zeit, dann mich voll darauf einzulassen und auf meinen Körper zu hören was ihm gut tut und was eben nicht!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen